- 07.05.2026
- Kategorie Literaturwissenschaft
Neuer Artikel im NORDEUROPAforum
Falkman, C. (2026). Hunter and Guardian Angel. Nordeuropaforum – Zeitschrift für Kulturstudien, 2026, 17-34. https://doi.org/10.18452/37195
In diesem Artikel werden ökokritische Aspekte des Romans Löpa varg (2021), dt. Übers. Wolfslichter (2023), von Kerstin Ekman untersucht. Dabei werden Postkritik und Rita Felskis Theorien zur ästhetischen Erfahrung herangezogen, um die Bindungen und Verstrickungen zwischen Leserschaft, Text und Kontext zu beleuchten. Die spezies-übergreifende Beziehung zwischen dem Protagonisten Ulf und der Wolfsfigur Högben ist der Schlüssel zur Darstellung der Natur in dem Roman. Verschiedene Erzähltechniken vermitteln eine Intimität mit Ulf, um die Leser_innen zu ermutigen, dessen Naturerfahrung und Begegnung mit dem Wolf zu erkennen. Darüber hinaus dient die Wolfsbegegnung als Katalysator für verschiedene gesellschaftliche und ökologische Themen, insbesondere den Klimawandel, und bietet Leser_innen so weitere Anknüpfungspunkte. Anstelle einer endgültigen Lösung für die komplexen Probleme und Konflikte, die in dem Roman angesprochen werden, schlägt Ekman eine bestimmte Wahrnehmung und Empfindlichkeit von Tieren und Natur vor. Diese im Roman betonte Sensibilität kann auch mit dem Modell des aufmerksamen Lesers und der affektiven Bedeutung von Literatur in Verbindung gebracht werden.